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Nettopolice einfach erklärt

Nettopolice einfach erklärt


Nettopolicen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch warum ist das so?

 

Eine Nettopolice beinhaltet in der Regel keine einkalkulierten Kosten für den Vertrieb sowie keine laufende Betreuung durch den Produktgeber / Versicherer.

Viele Verbraucher glauben daher, dass durch das Einsparen dieser Vertriebskosten eine deutliche Verbesserung speziell bei Kapitalanlage- und Altersvorsorgeprodukten herbeigeführt wird.

Doch das ist schlichtweg falsch. Die Vertriebskosten sind in der Regel nur ein Bruchteil der echten Kosten eines Finanzproduktes. Und genau darin besteht das Problem. Die Bewertung der Leistungsfähigkeit eines Produktes selbst und die wichtigen Kennzahlen des anbietenden Unternehmens werden bei oberflächlicher Betrachtung oft vernachlässigt und sind dabei sehr wichtige Indikatoren für den Erfolg eines Kapitalanlage- und Altersvorsorgeproduktes.

Nettopolicen haben aber einen Vorteil

Eine Nettopolice lässt sich besser analysieren und Produktschwächen werden deutlicher sichtbar, da die Vertriebskosten nicht weiter als „Störfaktor“ wahrgenommen werden können. Eine Konzentration auf das Wesentliche wird möglich. Kosten für eine Kundenbetreuung sind in Nettopolicen nicht enthalten und personelle Ressourcen stehen auch anbieterseitig nicht zur Verfügung. Der Produktanbieter geht davon aus, dass er sich um seine Produktnutzer (Kunden) nicht kümmern muss, da dieser das selbst beherrscht. Ähnlich wie bei sogenannten Haustarifen oder Mitarbeiterkonditionen innerhalb eines Unternehmens.

In herkömmlichen Bruttopolicen sind in der Regel auch sogenannte „laufende Betreuungsvergütungen“ enthalten. Diese bezieht der ursprüngliche Vermittler über die laufenden Jahre auch weiter, so lange wie der Vertrag des Kunden beim Versicherungsanbieter besteht. Ziel ist dabei, dass der Vermittler sich um den Erhalt des Vertrages zu Gunsten des Anbieters bemüht. Jedoch sind diese Bestandsvergütungen so marginal, dass ein Vermittler eine echte aktive Betreuung davon nicht gewährleisten kann (bei 150,- €  Beitrag monatlich circa 0,60 Eurocent).

Im Grunde auch klar, der Vermittler soll sich nicht auf seiner historischen Leistung „ausruhen“ sondern dem Anbieter Neugeschäft liefern. Die Feststellung also, dass Kosten für Vertrieb und laufende Betreuung in einem Vertrag nicht enthalten sind, bedeutet demnach nicht automatisch, dass es sich um ein gutes Produkt handelt. Diese tatsächlich herauszufiltern, ist durch eine Honorarberatung möglich, denn der Berater erzielt sein Einkommen nicht durch das Platzieren des Finanzproduktes, sondern durch die erbrachte Beratungsleistung. Somit ist es möglich, eine echte anbieterunabhängige Information zu erhalten und das notwendige Vertrauen zu entwickeln, welches speziell bei lebensbegleitenden Anlageprodukten für die Altersvorsorge unabdingbar ist.

Nicht überall, wo „Nettopolice“ draufsteht, ist auch „Netto“ drin

Es gibt Finanzprodukte am Markt, die dieses Segment aktuell nutzen, um beim Verbraucher wahrgenommen zu werden. Dabei verzichtet man auf Abschlusskosten, die dann jedoch in Form erhöhter laufender Verwaltungskosten einfach umverteilt werden. Grundsätzlich ist das nicht verboten,  wird jedoch mit einer falschen Erwartung geworben, so ist dies irreführend.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, unseren Mandanten durch Transparenz und verständliche Darlegung den Weg zu hocheffizienten Altersvorsorgelösungen zu verschaffen. Denn auch Nettopolicen haben unterschiedliche Leistungsfähigkeiten.

 

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